Proteste in Europa – die Macht des Geldsystems

Das politische Labyrinth:
Proteste in Europa – die Macht des Geldsystems
Europas Bevölkerung wacht auf; so zumindest der erste Eindruck bei genauerer Betrachtung diverser europäischer Protestbewegungen. Doch hinter dem scheinbaren positiven „Bewegungseffekt“ herrscht weiterhin depressive Unsicherheit in den Köpfen vieler Menschen. Sie gehen auf die Straße, um ihre Rechte einzufordern, haben indes allerdings kaum Interesse daran, gemeinschaftlich langfristig Konzepte auszuarbeiten, denn solche Prozesse erfordern verständnisvollen, ergänzenden sowie geduldigen Ehrgeiz.
Ergo bleibt elitären Global Playern genügend Zeit, alle Ausgänge des politischen Labyrinths endgültig zu schließen, was zur Folge hätte, dass Proteste in Europa eskalieren, demzufolge im Aufstand münden, die Exekutive somit gemäß dem Lissabon-Vertrag Militärkräfte legitim einsetzen darf. Polizeikräfte einzukesseln, wie bereits mehrfach in Madrid geschehen, ergibt daher wenig Sinn, gleichwohl die bürgerliche Wut aufgrund extrem desolat politischer Zustände nachvollziehbar ist.
Politischer Wandel ohne Gewalt möglich? – Vorsicht des Geldsystems
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Joachim Sondern – Bürgerstimme

FDP trägt Hilfsfonds nicht mit

FDP trägt Hilfsfonds nicht mit:
Merkel blitzt bei Brüderle ab
Kanzlerin Merkel kann sich bei politischen Vorhaben erneut nicht auf ihren Koalitionspartner FDP verlassen. Mit ihrem Vorschlag, einen Hilfsfonds für Reformen in den EU-Staaten zu schaffen, beißt sie auf Granit. Obgleich der Fonds aus den Einnahmen der Finanztransaktionssteuer gespeist werden soll, sieht die FDP darin eine Abwanderung deutscher Steuergelder.
N-TV
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Anmerkung
Wie aus Berlin und Brüssel zu hören ist, ist ein Hilfsfonds-Volumen von € 300 Mrd. im Gespräch. Sobald die gesetzlichen Grundlagen dazu abgeschlossen sind, wird man sehen, welche Strategien die Finanzmärkte zur Vermeidung bzw. Umgehung dieser Steuerpflicht entwickeln werden.
Pro-aktives Verhalten entsprechender Lobby-Verbände scheint bereits gewirkt zu haben. Jedenfalls hat die Bundesregierung in ihrem Antrag an die EU-Kommission entgegen aller Ankündigungen darauf verzichtet, die Steuer auch beim Devisenhandel anzuwenden (!)
Wer sich tiefer in das Thema einlesen möchte, findet hier eine umfangreiche Dokumentation zur Entwicklungsgeschichte „Steuern auf Finanzgeschäfte – praktische Umsetzung“.

Ihr Oeconomicus


„Die Euro-Krise wird nur verschleppt statt gelöst“

SMS-CHEF WEISS
„Die Euro-Krise wird nur verschleppt statt gelöst“
Die Unternehmen in Deutschland bereiten sich auf die nächste Rezession vor. Industrieveteran Heinrich Weiss, Vorstandsvorsitzender des Anlagenbauers SMS, erklärt, für wie kritisch er die aktuelle Konstellation hält.
Auszug aus dem Interview
mm: Die letzte Wirtschaftskrise hat Deutschland doch viel besser überstanden als die meisten anderen Industrieländer.
Weiss: Das stimmt, aber die Euro-Krise wird doch nur verschleppt statt gelöst. Bei der gemeinsamen Währung hat die europäische Politik versagt: Erst bricht sie laufend das Recht, das sie selbst gemacht hat, und dann vergibt sie volkswirtschaftlich untragbare Milliardenkredite, für die unsere Kinder und Kindeskinder aufkommen müssen.
mm: Aber löste sich die Euro-Zone auf, wären die Folgen möglicherweise viel gravierender.
Weiss: Gutes Geld schlechtem hinterherwerfen, das machen eigentlich nur bereits überschuldete Geschäftsleute. Das ist verantwortungslos. Was etwa in Griechenland passiert, ist Insolvenzverschleppung. Bald werden die Bürger bei uns spüren, dass Wohlstand verloren geht – wegen des Transfers in unsere Nachbarländer und wegen bald zunehmender Inflation.
ManagerMagazin

Der nächste Trippelschritt zur Bankenunion

Der nächste Trippelschritt zur Bankenunion
Bis spätnachts haben die EU-Staatschefs über die Bankenaufsicht diskutiert – heraus kam ein Zeitplan. Ein kleiner Schritt, der Fragen offen lässt.
Wenig Neues zu Griechenland
Auch zu Griechenland äußern sich die Euro-Zonen-Staaten nach dem ersten Gipfeltag äußerst vage – es reicht nur zu einem 14-Zeiler.
Man begrüße die Fortschritte des Landes, schreiben die Staatschefs in der Abschlusserklärung, lobe die „Entschlossenheit“ der Regierung und würdige „die außerordentlichen Anstrengungen des griechischen Volkes.“
Ansonsten wenig Neues: Man warte den Troika-Bericht ab.
Einen Seitenhieb kann sich Merkel allerdings auch spätnachts in der Pressekonferenz nicht verkneifen.
„Wir erwarten, dass Griechenland seine Verpflichtungen erfüllt, dann kann es auch in der Eurozone verbleiben“, gibt sie den Griechen mit.
DIE ZEIT
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Fernseh-Interview: Asmussen begrüßt Gipfel-Beschlüsse
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Euro-Krise: EBA-Chef für gemeinsame Einlagensicherung
Der EU-Bankenaufseher Andrea Enria fordert totale Vergemeinschaftung in Europa. Damit stellt er sich gegen Deutschland, das die europäische Einlagensicherung klar ablehnt.
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Studie von Moody’s: Deutschlands Banken stehen harte Zeiten bevor
Es sieht nicht gut aus für die deutschen Banken, befindet die Ratingagentur Moody’s. Im Gegensatz zu der europäischen Konkurrenz seien sie schlecht gegen Schocks am Kapitalmarkt geschützt. Ihnen drohten weitere Abwertungen.
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Die hässlichen Schwestern: «Bad Banks» in Irland und Spanien

Blackrock warnt vor einer Vertrauenskrise

Blackrock warnt vor einer Vertrauenskrise
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Der Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock ist sich sicher, dass an den Finanzmärkten eine massive Vertrauenskrise droht. Larry Fink spricht von einer tiefsitzenden Verunsicherung über die Zukunft.
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Noch vor einem Monat äußerte sich Fink wesentlich optimistischer. In einem Interview mit der FAZ sagte er, in seiner Karriere habe er eines gelernt: Abgerechnet werde immer erst am Schluss. Nach der Lehman-Krise 2008 habe Blackrock im Auftrag der amerikanischen Regierung eine schwierige Aufgabe übernommen, die giftigen Wertpapiere in der Bilanz des verstaatlichten Versicherungsriesen AIG neu zu bewerten und abzuwickeln.
Handelsblatt
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zu BLACKROCK ein Artikel aus DIE WELT vom 24.04.2011: „Die Besitzer der Welt“
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follow-up, 21.06.2015
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