Wie aus braven Top-Ökonomen wüste haudrauf-Rabauken wurden


Wie aus braven Top-Ökonomen wüste haudrauf-Rabauken wurden

Es ist ganz klar: Die Finanzkrise und ihr Nachspiel haben im Koordinatensystem der Volkswirtschaft Unheil angerichtet: Keynesianer gegen Monetaristen, Austerität-Fans gegen Stimulus-Propheten, Fiatgeld-Verteidiger gegen Gold-Gurus. Die Gräben gehen quer durch alles in der Zunft. Viele Ökonomen suchen Halt im Nachdenken, im Schreiben, im Debattieren.

Andere wiederum in der Attacke auf Kollegen. Wer sich reibt, findet vielleicht neue Anhaltspunkte, Ideen, Gitterlinien für ein neues Koordinatennetz. Oder einfach mehr Profil in einer Zunft, die neuen Sinn und zukunftsfähige Theorien sucht.

Was in jüngster Zeit auffällt, ist die nachlassende Geduld und Toleranz in der Auseinandersetzung. Die jüngste Ökonomen-Debatte in Deutschland wurde schon mit viel Verachtung und einem Mangel an Souveränität geführt.

Jetzt kloppen sich in den USA gleich die besten Köpfe, und das wie Jungs auf dem Schulhof. Es hagelt Forderungen nach Aberkennung von Professuren und Entlassungen. Die mediale Schlammschlacht ähnelt dem Eifer von Propheten und der Verbissenheit von Jihaddisten.

weiter bei Markus Gaertner



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