Martin Feldstein: Wird der Euro die aktuelle Krise überleben?

Will the Euro Survive the Current Crisis?
by Martin S. Feldstein – National Bureau for Economic Research

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The European Economic and Monetary Union (EMU) and the euro are about to celebrate their tenth anniversary. The euro was introduced without serious problems and has since functioned well, with the European Central Bank delivering the low inflation that is its sole mandate.

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But the current economic crisis may provide a severe test of the euro’s ability to survive in more troubled times. While the crisis could strengthen the institutions provided by the EMU, it could also create multiple risks, of which member countries need to be aware if they want to avoid them.

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The primary problem is that conditions in individual EMU members may develop in such different ways that some national political leaders could be tempted to conclude that their countries would be better served by adopting a mix of policies different from that of the other members. The current differences in the interest rates of euro-zone government bonds show that the financial markets regard a break-up as a real possibility. Ten-year government bonds in Greece and Ireland, for example, now pay nearly a full percentage point above the rate on comparable German bonds, and Italy’s rate is almost as high.
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Martin Feldstein – Project Syndicate

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Archiv-Beiträge zu Prof. Feldstein


Der grosse Rausch: Ein Investmentbanker packt aus

Der grosse Rausch: Ein Investmentbanker packt aus

 

Dokumentation, Autor: Von Stephan Lamby
Auf den ersten Blick ist die Geschichte von Geraint Anderson die von vielen Bankern in Frankfurt, London oder New York.
Aber er entstammt dem Londoner Arbeitermilieu und hat zudem einen bildungsbürgerlichen Hintergrund, sein Vater ist Parlamentsabgeordneter der Labour-Party und heute Mitglied des House of Lords. Geraint Anderson arbeitet sich binnen weniger Jahre zum Experten fuer die Energie-Branche hoch und wird dreimal hintereinander zum besten Energie-Analysten Londons gewählt.
Nach zwölf aufregenden Jahren in der Financial City ist er ausgebrannt und durchlebt eine persönliche Krise. Von diesem Zeitpunkt an verläuft sein Leben anders.
Er beginnt seine Erlebnisse in der Börsenwelt aufzuschreiben und in einer Londoner Zeitung zu veröffentlichen – anonym. Sehr bald erlangen die Bekenntnisse des „Cityboy“ Kultstatus.
Anderson beschreibt realistisch die Tricks der Branche und die persönliche Überforderung der zumeist jungen Banker. Er nennt keine Klarnamen, ihm geht es um die Moral einer Branche, die auf einen Abgrund zurast. Anderson sieht die Katastrophe kommen. Schliesslich, Anfang 2008, kassiert Anderson noch ein letztes Mal eine hohe Bonuszahlung und steigt aus.

Im Sommer dieses Jahres enthüllt er seine Identitaet – und sorgt fuer einen Eklat. Viele ehemalige Kollegen wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Sie fürchten um ihren Job. Doch seit Ausbruch der weltweiten Bankenkrise vor wenigen Wochen erscheint Geraint Anderson in der Öffentlichkeit als mutiger Mann mit Weitblick.

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Der grosse Rausch – ein Banker packt aus Teil 1/5

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Der grosse Rausch – ein Banker packt aus Teil 2/5
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Der grosse Rausch – ein Banker packt aus Teil 3/5
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Der grosse Rausch – ein Banker packt aus Teil 4/5
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Der grosse Rausch – ein Banker packt aus Teil 5/5
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BKA UND ERBSCHAFTSTEUER: Köhler macht neue Gesetze rechtskräftig

BKA UND ERBSCHAFTSTEUER: Köhler macht neue Gesetze rechtskräftig

Das umstrittene BKA-Gesetz und die Reform der Erbschaftsteuer können wie geplant am 1. Januar 2009 in Kraft treten. Bundespräsident Horst Köhler habe beide Gesetze «über die Weihnachtsfeiertage» unterschrieben, teilte das Bundespräsidialamt mit.

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Die Änderung der Erbschaftsteuer war nötig geworden, weil das Bundesverfassungsgericht Immobilien- und Betriebsvermögen im Vergleich zu Kapitalvermögen als zu niedrig bewertet ansah und eine Änderung bis zum 31. Dezember dieses Jahres verlangt hatte.

Quelle


Russlands Zentralbankreserven sind wieder deutlich gestiegen

Die internationalen Reserven (Gold- und Devisenreserven) Russlands sind vom 12. bis zum 19. Dezember des laufenden Jahres von US$ 435,4 Mrd auf US$ 450,8 Mrd gestiegen.

Somit betrug das Wachstum in der dritten Dezemberwoche 15,4 Milliarden US-Dollar.

In der vorangegangenen Woche waren die internationalen Reserven um 1,6 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. In der ersten Dezemberwoche hatte der Rückgang bei 17,9 Milliarden Dollar gelegen.

Zentralbank lässt Rubel weiter sacken

Die Zentralbank der Russischen Föderation hat zum 26. Dezember 2008 den amtlichen Dollarkurs zum Rubel mit 28,6735 Rubel für einen Dollar festgesetzt. Damit gewann die US-Währung 0,0616 Rubel gegenüber dem Vorwert.

Den amtlichen Eurokurs zum Rubel hat die Zentralbank mit 40,1859 Rubel für einen Euro festgesetzt. Die europäische Währung gewann damit 0,2294 Rubel gegenüber dem Vorwert.

Der Wert des Biwährungskorbes, der nach den offiziellen Kursen am Donnerstag berechnet wurde, liegt bei 33,85 Rubel gegenüber 33,71 Rubel am Mittwoch.

Damit dürften in der nächsten Zeit Importwaren teurer werden. Heimische Waren werden im Verhältnis zu den Importwaren immer günstiger. Dadurch wird die Binnenkonjunktur angekurbelt und eine Erhöhung der heimischen Produktion geschaffen.
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russland.ru


Biden warnt vor „totalem Absturz“ der US-Wirtschaft

Biden warnt vor „totalem Absturz“ der US-Wirtschaft

Bild: gemeinfrei – Urheber: Andrew Cutraro, White House photographer.

Der designierte US-Vizepräsident Joe Biden fürchtet, dass die US-Wirtschaft „total abstürzt“. Sie sei in einem weitaus schlechteren Zustand als zunächst gedacht, sagte Biden in einem Interview des US-Senders ABC, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll und in Auszügen vorab veröffentlicht wurde. Demnach hält der Vize des künftigen Präsidenten Barack Obama ein zweites „kühnes“ Konjunkturprogramm in einer Größenordnung von 600 bis 700 Milliarden Dollar für nötig, um die Wirtschaft aus der Krise zu bringen.

Quelle


REWE GROUP EXPANDIERT IN RUSSLAND – 350 NEUE ARBEITSPLÄTZE

Mit der Eröffnung des ersten SELGROS Cash & Carry-Marktes in Kotelniki setzt die REWE Group ihre Expansion in Russland fort und schafft insgesamt 350 neue Arbeitsplätze im Großraum Moskau. Ab dem 18. Dezember bietet SELGROS Cash & Carry 24 Stunden täglich auf über 10.000 qm Verkaufsfläche ein umfangreiches Sortiment an Food- und Nonfood-Produkten zu Großhandelspreisen. Neben den bekannten internationalen Marken-Produkten führt SELGROS auch ein breites Sortiment an lokalen und regionalen Produkten.

„In enger Zusammenarbeit mit der Rovner-Group ist es uns gelungen, den SELGROS Cash & Carry-Markt an der Noworjasanskoje Chaussee 7 in Kotelniki auf Moskauer Gebiet in einer Bauzeit von nur sieben Monaten zu errichten”

erklärte Uwe Roessler, Geschäftsführer SELGROS Cash & Carry Russland, in Moskau. Das Investitionsvolumen habe bei rund 20 Millionen Euro gelegen. Weitere Märkte in Russland seien bereits in Planung.

SELGROS Cash & Carry-Märkte zeichnen sich insbesondere durch ein hohes Maß an Service- und Produktqualität sowie ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis über alle Sortimente aus. So gehört neben der Produktion eigener Fleisch- und Wurstspezialitäten auch die fachgerechte Beratung der Großkunden an den Bedientheken zu den Aufgaben der erfahrenen Metzgerei-Spezialisten. Fleisch- und Wurstwaren werden nur nach mehrfachen Qualitätskontrollen und intensiver Herkunftsprüfung in das SELGROS Sortiment aufgenommen.
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Pressemitteilung REWE Group


Soziales Pulverfass in Athen?

Warum Athen weitere Unruhen fürchten muss
Jugendarbeitslosigkeit und Armut sind der soziale Nährboden der Proteste in Griechenland. Die Lage könnte sich noch verschlimmern, wenn die Weltwirtschaftskrise die Schifffahrt und den Tourismus erfasst.
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Griechenland steckt unter anderem in einer tiefen ökonomischen Krise: Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei über 20 Prozent. Hinzu kommen sinkende Einkommen bei denen, die dennoch Arbeit finden. Viele müssen mit 800 bis 1000 Euro im Monat zurechtkommen, trotz Studium. Von der „Generation 700 Euro“ ist bereits Rede. So sind es vor allem Jugendliche und Studenten, die jetzt auf die Straße gehen.
Hinzu kommt eine soziale Spaltung des Landes. Ein Fünftel der elf Millionen Griechen lebt unterhalb der Armutsgrenze. So war es kein Zufall, dass auf die Unruhen am Mittwoch ein Generalstreik folgte, der das ganze Land lahm legte. Der Ausstand war schon länger geplant und richtete sich gegen den Sparkurs der konservativen Regierung. Gefordert wurden unter anderem höhere Löhnen und stärkere staatliche Unterstützung für einkommensschwache Familien.
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DW
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Anmerkung
Diese Entwicklung wird sich vermutlich schon sehr bald nur als ‚Spitze des Eisberges‘ herausstellen. Hoffentlich erinnern sich die Hellenen nicht schon bald an durchschnittliche Einkommen zwischen 800 bis 1000 Euro.
In diesem Zusammenhang sei an einen Text von Otto Waalkes erinnert:
„Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!“ Und ich lachte und war froh – denn es kam schlimmer.“

Ihr Oeconomicus